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Das Gruppenergebnis

Das Gruppenergebnis hat sich 2004 erneut verbessert.

Die Helvetia Patria Gruppe kann abermals auf ein hervorragendes Jahr zurückblicken. Das Jahresergebnis nach Steuern erreichte CHF 158.7 Mio. Im Vergleich zu 2003 entspricht dies einer Verbesserung von CHF 66.3 Mio. (+ 71.8 Prozent). Die Eigenkapitalrendite erreichte 12.3 Prozent und liegt über den für das Jahr 2004 gesteckten Zielen. Bezüglich unserer strategischen Zielsetzungen sind wir damit auf gutem Weg.

Bessere technische Ergebnisse
Im Nicht-Lebengeschäft führten das Ausbleiben von grösseren Elementarereignissen und eine vorsichtige Zeichnungspolitik zu einem weiteren Rückgang des Schadensatzes. Das strikte Kostenmanagement brachte auch eine Reduktion des Kostensatzes. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote netto (Combined Ratio all in) reduzierte sich damit weiter auf 99.2 Prozent (Vorjahr: 99.9 Prozent). Das technische Ergebnis im Lebengeschäft verbesserte sich trotz des volumenbedingt angestiegenen Kostensatzes ebenfalls deutlich. Hinter dem ausgewiesenen quantitativen Zuwachs des Resultats verbergen sich wesentliche qualitative Elemente. Im Gefolge des klar besseren Risikoverlaufs konnte einerseits die Rückstellung für Überschussbeteiligung um rund CHF 21 Mio. angehoben werden. Bei der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen wurde den geänderten Kapitalmarktverhältnissen Rechnung getragen, sei es durch die direkte Senkung der Zinssätze für die Berechnung der Deckungskapitalien, sei es durch entsprechende Rückstellungen im Rahmen des im Jahr 2004 erstmals im Hinblick auf die Umstellung der Rechnungslegung nach IFRS-Anwendung durchgeführten «Liability Adequacy Test». Die entsprechenden Aufwendungen sind in der Leben-Rechnung entweder über die Zuführung zum Deckungskapital, zur Schwankungsrückstellung oder als Verstärkung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen erfasst worden.

Tieferes Resultat aus der Anlagetätigkeit
Im Gegensatz zu den angestiegenen technischen Ergebnissen liegt das Resultat der Anlagetätigkeit unter dem Vorjahr. Insbesondere das sich zurückbildende Volumen im Lebengeschäft und die rückläufige direkte Rendite führten zu tieferen ordentlichen Erträgen. Auch machten die Euro-bedingten Währungsgewinne des Jahres 2003 im Jahr 2004 Euro-bedingten Währungsverlusten Platz. Die Einführung von Swiss GAAP FER 23, wonach Rückstellungen, denen nur in der Zukunft liegendeVerpflichtungen gegenüberstehen, aufzulösen sind, führte zu einem ausserordentlichen Erfolg von CHF 53.5 Mio., der die nicht-technische Rechnung entsprechend verbesserte.

Änderung der Rechnungslegung
Ab 2005 sind wir gemäss der Schweizer Börse SWX verpflichtet, die Rechnungslegung für die Konzernrechnung von Swiss GAAP FER auf IFRS umzustellen und den Jahresabschluss 2005, mit Vergleich des Vorjahres, erstmals nach dem internationalen Standard zu präsentieren. Diese bevorstehende Anpassung der Rechnungslegung mit noch nicht quantifizierbaren Veränderungen auf die Finanzanlagen, das Eigenkapital und die Ergebnisse der Helvetia Patria Gruppe kann wegen Neubewertungen und Umklassierungen sowohl beim Eigenkapital als auch beim Gewinn Änderungen ergeben. Hingegen dürften die Veränderungen des Rechnungslegungsstandards keinen wesentlichen Einfluss auf die Solvenz unserer Geschäftseinheiten haben. Diese bestimmt sich im Allgemeinen nach den lokalen aufsichtsrechtlichen Anforderungen und Rechnungslegungsgrundsätzen in den betreffenden Ländern. Den Halbjahresabschluss 2005 werden wir letztmals in der gewohnten Form und nach Swiss GAAP FER publizieren.

Deutlich höheres Eigenkapital
Der Anstieg des konsolidierten Eigenkapitals um CHF 261.8 Mio. auf CHF 1 417.1 Mio. hat verschiedene Ursachen: Die Ende 2004 durchgeführte Kapitalerhöhung brachte neue Mittel von CHF 295 Mio. Die durch Swiss GAAP FER 24 erfolgte Standardänderung, wonach eigene Aktien im Eigenkapital neu als Minuspositionen zu erfassen sind, führte zu einer Reduktion von CHF 44.5 Mio. Gleichzeitig verlangten die neuen Bestimmungen zur «Legal Quote» die Aussonderung der von dieser betroffenen Neubewertungsreserven aus dem Eigenkapital. Als Folge verminderte sich dieses um CHF 129.1 Mio. Auf der anderen Seite erscheint die Bewertungsmarge auf den festverzinslichen Anlagen von CHF 471 Mio. entsprechend ihrer Bewertung nach Amortized Cost nicht im Eigenkapital, sondern bildet eine stille Reserve in den Kapitalanlagen.

Die für das vergangene Geschäftsjahr gesetzten Vorgaben bezüglich Eigenkapitalrendite wurden in allen Geschäftseinheiten erreicht und teilweise sogar überschritten. Die Fusion in Spanien konnte mit geringeren Kosten erfolgreich abgeschlossen werden. Der ANKER kommt in seinem Ertragssteigerungsprogramm gut voran.

Kühe auf der Alp (Hoch-Ybrig) (Foto)
   Kühe auf der Alp (Hoch-Ybrig)
Ergebniskennzahlen der Gruppe in Mio. CHF
  2003 2004
Technisches Ergebnis Nicht-Leben 132.1 142.8
Technisches Ergebnis Leben 29.6 38.4
Nicht-versicherungstechnisches Ergebnis 76.4 27.0
Ergebnis Kapitalkonsolidierung
(Abschreibung Goodwill)
–90.8 –3.8
Ergebnis vor Steuern 147.3 204.4
Steuern –54.8 –45.8
Anteil der Minderheitsaktionäre am Ergebnis –0.1 0.1
Ergebnis nach Steuern und Anteil der Minderheitsaktionäre 92.4 158.7

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