Die im vergangenen Dezember angekündigte Kapitalerhöhung zwecks Akquisitionen kam für viele überraschend.
Das Ziel der Kapitalerhöhung bestand nicht in grossen Akquisitionen. Wir haben seit mehreren Jahren kein Geld mehr am Kapitalmarkt aufgenommen und unsere Unternehmensentwicklung stattdessen aus eigenen Mitteln bestritten. So konsumierten wir in den letzten drei Jahren je rund CHF 100 Mio. Eigenmittel für das Wachstum im Leben- und Nicht-Lebengeschäft. Die Kapitalerhöhung um CHF 295 Mio. soll nun während den kommenden Jahren das weitere organische Wachstum und, im Rahmen unserer bisherigen Akquisitionsstrategie, kleinere Portefeuilleübernahmen finanzieren.
Unmittelbar bestand also kein Bedarf?
Nein, sicher nicht im vergangenen Jahr. Und wir hätten, mit gewissen Einschränkungen bei der Umsetzung unserer Wachstumsziele, wohl auch im laufenden Jahr noch zuwarten können. Das hätte sich jedoch nicht bezahlt gemacht. Denn die Einführung risikobasierter Solvenzberechnungen dürfte verschiedene Gesellschaften zu einer Kapitalerhöhung veranlassen. Als mittelgrosse Gesellschaft wollten wir frühzeitig an den Finanzmarkt gelangen, bevor ihn die grösseren Gesellschaften mit ihrem Kapitalbedarf «leergeräumt» haben.
Welche Rolle spielte das günstige Börsenumfeld im 4. Quartal 2004?
Das spielte sicher auch mit. Bei einem schlechten Börsenumfeld hätten wir die Kapitalerhöhung nicht durchgeführt.