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«Weiterhin auf Erfolgskurs.»

Interview mit Erich Walser, Präsident des Verwaltungsrates und CEO

Erich Walser, Präsident des Verwaltungsrates und CEO (Foto)

Daniel Schläpfer: Herr Walser, wie beurteilen Sie das Geschäftsergebnis 2004?
Erich Walser: Ich bin mit dem erreichten Resultat sehr zufrieden. Sowohl im Leben- als auch im Nicht-Lebengeschäft konnten Verbesserungen erzielt und die Spartenergebnisse gesteigert werden. Operativ sind wir sehr gut auf Kurs.

Die Prämieneinnahmen waren im vergangenen Jahr stark rückläufig. Beunruhigt Sie diese Entwicklung?
In der laufenden Strategieperiode geniesst die Rentabilität erste Priorität. Zur Verbesserung der Ertragskraft nehmen wir gerne etwas weniger Wachstum in Kauf und verzichten auf unrentable Geschäfte. Der Rückgang im Schweizer Lebengeschäft war somit gewollt. Im Unterschied zu unseren grossen Mitbewerbern in der Schweiz haben wir gegen Jahresende keine Massnahmen zur Stimulierung des Geschäfts ergriffen.

Bereits seit Jahren verfügt die Helvetia Patria im Nicht-Lebengeschäft über eine hervorragende Combined Ratio (Summe aus Schaden- und Kostensatz). Kann diese Kennziffer noch weiter verbessert werden?
Wir wollen auch in Zukunft eine Combined Ratio von unter 100 Prozent aufweisen. Anzeichen für eine deutliche Trendumkehr nach oben sehe ich nicht – vor allem nicht im Privatkunden- und KMU-Geschäft, wo wir tätig sind. Eine disziplinierende Wirkung geht nicht zuletzt von den neuen Solvenzvorschriften mit ihren verschärften Eigenmittelunterlegungen aus. Sie erschweren eine Tiefpreispolitik verbunden mit schlechteren Combined Ratios.

Sie bleiben auf der Kostenbremse, sagten Sie an der Halbjahres-Medienkonferenz. Stehen 2005 weitere Kosten- und Standortbereinigungen an?
Kostensenkungen sind ein Dauerthema. Wir haben aber derzeit keine besonderen, grossen Sparprogramme in Planung.

Die Helvetia Patria erzielte im vergangenen Jahr ein ausgezeichnetes Geschäftsergebnis. Welche Ziele haben Sie sich für 2005 gesetzt?
Wir werden weiterhin an unserer erfolgreichen Strategie festhalten und uns konsequent auf das Geschäft mit privaten Kunden und KMU konzentrieren. Dabei steht unverändert die Erhöhung der Profitabilität im Zentrum unseres Handelns. Wir erwarten von unseren Geschäftseinheiten eine adäquate Eigenkapitalrendite, Combined Ratios von unter 100 Prozent sowie ein marktübliches Wachstum. Neben einer organischen Entwicklung sind auch Akquisitionen und Partnerschaften möglich, sofern sie unseren strengen Kriterien entsprechen und zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen. Die ersten Monate des laufenden Jahres haben für uns gut begonnen, und ich bin überzeugt, dass wir erneut die hohen Ansprüche erfüllen werden.


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