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Differenzierte Prämienentwicklung

Die Helvetia Patria verzichtete auf marktstimulierende Massnahmen bei den Einmalprämien.

Die Prämieneinnahmen in der Nicht-Lebensparte liegen über unseren Erwartungen, während die Entwicklung in der Lebenbranche nur teilweise zu befriedigen vermag. Jedoch konnten in allen Bereichen weitere Kosteneinsparungen realisiert werden, insbesondere auch durch eine erfolgreiche Überprüfung der Kosten- und Leistungsstruktur im Informatikbereich. Die Prämien im Einzel-Lebengeschäft sanken um 24 Prozent.

Im wichtigen Segment der periodischen Prämien konnten wir zwar moderat wachsen, was als Zeichen des Vertrauens der Kunden in die Stabilität der Helvetia Patria und der Attraktivität der Produkte gewertet werden kann. Allerdings litten vor allem die Einmalprämien unter den nach wie vor historisch niedrigen Zinssätzen, die diese Produktekategorie für einzelne Kundensegmente aus Renditeüberlegungen wenig attraktiv erscheinen lassen. Im Einklang mit unserer Strategie des ertragsorientierten Wachstums verzichteten wir – im Gegensatz zu zahlreichen Konkurrenten – auf marktstimulierende Massnahmen, die zwar zu Mehrprämien geführt, aber die Rentabilitätsziele in Frage gestellt hätten. Jedoch gelang es uns, einen beträchtlichen Teil von Geldern aus Verträgen, die letztes Jahr zum Ablauf gekommen sind, dank interessanter Wiederanlagekonditionen im eigenen Haus zu halten.

Aufgrund der Zinsentwicklung an den Finanzmärkten und der gestiegenen Lebenserwartung haben wir die Überschüsse auf den laufenden Renten, die vor 2002 abgeschlossen worden sind, gesenkt. Im Kollektiv-Lebengeschäft gingen die Einmalprämien zurück, was auf die Fortsetzung der Rentabilisierungsbestrebungen mit einer fokussierten Zeichnungspolitik zurückzuführen ist. Die ersten Massnahmen aus der BVG-Revision wurden erfolgreich umgesetzt. Dies kommt unter anderem in höheren Beiträgen bei den Risiko- und Kostenprämien zum Ausdruck. Zudem gelang es, neben einem anhaltend erfreulichen Risikoresultat in der Todesfallversicherung auch im Bereich der Invalidität ein nachhaltig positives Ergebnis zu erzielen.

Unsere Kundenberater wurden vor dem Hintergrund der zahlreichen Veränderungen in der 2. Säule von den Kunden als kompetente Ansprechpartner wahrgenommen. Bei den regulatorischen Rahmenbedingungen bestehen in der Kollektivversicherung nach wie vor zahlreiche Unsicherheiten. So erhöhte beispielsweise der Bundesrat per 1.1.2005 den garantierten Zinssatz von 2.25 auf 2.5 Prozent, ohne dass sich das Zinsumfeld wesentlich geändert hätte. Unklar bleibt, anhand welcher Regeln in Zukunft der Mindestzinssatz festgelegt werden soll.

Sehr gutes Nicht-Lebenergebnis
Der Nicht-Lebenmarkt war von einem intensiven Verdrängungswettbewerb geprägt. Die Helvetia Patria hat sich mit einem über den Erwartungen liegenden Prämienwachstum von 2.3 Prozent ausgezeichnet, das vor allem durch die rentablen Bereiche Technische, Transport- und Motorfahrzeugversicherung stimuliert wurde. In allen Branchen profitierten wir von der langjährigen vorsichtigen Zeichnungspolitik mit einem im Vergleich zur Konkurrenz attraktiven Portefeuille.

Auch die Betriebskosten konnten durch die aktive Kostenbewirtschaftung weiter reduziert werden. Die Bruttoschadenbelastung war demgegenüber von drei Grossschäden in den Branchen Diebstahl und Haftpflicht geprägt, die aber weitgehend von den Rückversicherern getragen wurden. Dies führte zu einer Erhöhung der Combined Ratio brutto von 90.6 auf 103.3 Prozent im Berichtsjahr. Dank einem perfekt funktionierenden Rückversicherungskonzept stieg die Combined Ratio netto demgegenüber nur leicht von 97.3 auf 98.1 Prozent an.

Bruttoprämien direktes Geschäft Schweiz in Mio. CHF
  2003 2004 Veränderung
Nicht-Leben      
Sach 323.6 316.5 –2.2%
Transport 31.9 36.7 15.0%
Motorfahrzeug 137.3 149.8 9.1%
Haftpflicht 70.1 72.8 3.9%
Total 562.9 575.8 2.3%
       
Leben      
Einzel 814.0 594.4 –27.0%
Kollektiv 1 803.8 1 341.1 –25.7%
Anteilgebunden 63.4 69.6 9.8%
Total 2 681.2 2 005.1 –25.2%
Bruttoprämien direktes Geschäft Schweiz: Nicht-Leben 2004 (Grafik)
Bruttoprämien direktes Geschäft Schweiz: Leben 2004 (Grafik)

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