Verlauf: 
  blättern  

Das Personalmanagement in der Schweiz

Die Altersklasse von 20 bis 39 Jahren stellt den gut qualifizierten, engagierten Nachwuchs.

Dienstaltersstruktur (Grafik)

In der Schweiz verminderte sich die Beschäftigtenzahl in den Gruppenfunktionen sowie im operativen Versicherungsgeschäft leicht auf 2 248. Das Durchschnittsalter blieb praktisch unverändert bei knapp 42 Jahren. Weiterhin stark vertreten ist die Gruppe im Alter von 40 Jahren und mehr. Die Arbeitskräfte zwischen 20 und 39 Jahren bilden einen breiten, gut qualifizierten und engagierten Nachwuchs. Gut ein Drittel der Mitarbeitenden in der Schweiz arbeitet seit weniger als fünf Jahren im Unternehmen, ein weiteres Drittel ist zwischen fünf und fünfzehn Jahren für die Helvetia Patria tätig, und der Rest kann bereits auf eine längere Zugehörigkeit zur Gesellschaft zurückblicken. Sowohl die langjährige Berufs- und Lebenserfahrung als auch die Heranbildung jüngerer Führungs- und Fachkräfte sind für den erfolgreichen Betrieb des Versicherungsgeschäfts ausschlaggebend. Erneut konnte einer grossen Mehrheit der Mitarbeitenden, die sich in einer Lehre oder einem Praktikum befanden, nach Abschluss ein festes Arbeitsverhältnis angeboten werden. Rund jeder siebte Mitarbeitende arbeitet Teilzeit.

Weiterhin hohe Mitarbeitendenzufriedenheit
Die Fluktuation entwickelte sich 2004 weiterhin innerhalb des Branchendurchschnitts. Die Austrittsquote lag insgesamt bei zehn Prozent. Die Mitarbeitendenzufriedenheit konnte auf einem hohen Niveau gehalten werden. Die positive Beurteilung des persönlichen Arbeitsumfeldes, des eigenen Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs sowie das Vertrauen der Mitarbeitenden in die Führungsqualitäten der Vorgesetzten – periodisch ermittelt mit Hilfe eines Stimmungsbarometers – haben im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Die Befragung erfolgt online, ist freiwillig und wird regelmässig von einem Drittel beantwortet. An der Spitze der Absenzengründe 2004 steht die durchschnittliche krankheitsbedingte Abwesenheit mit total 5.5 Arbeitstagen pro Mitarbeitenden und Jahr, gefolgt von der internen und externen Aus- und Weiterbildung mit gut 4.5 Arbeitstagen.

Die Intensität und der Nutzen der Weiterbildung werden künftig durch ein Bildungscontrolling systematisch ausgewertet. Zudem sollen mit dem Einsatz von «blended learning» die Vielfalt der Lerninstrumente und die Lerneffizienz gezielt gesteigert werden. Bei den zahlreichen Aktivitäten des Projekts «Fit+Wohl» zu Gunsten der Gesundheitsprävention – mit dem Jahresschwerpunkt «Herz» – beteiligten sich im letzten Jahr vier von fünf Mitarbeitenden mindestens einmal; zum Beispiel bei Velotouren oder Lauftreffs, in Raucherentwöhnungen oder Diätgruppen, in der Rückenschule oder bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung.

Einblicke in Arbeitswelten (Foto)

Effiziente Rekrutierung im Aussendienst
Um bei der Auswahl von eigenen Kundenberatern eine möglichst effiziente und erfolgreiche Selektion treffen zu können, hat das Management Development in Zusammenarbeit mit dem Bereich Vertrieb das elektronische Befragungsinstrument «AC online» entwickelt. Dieses berücksichtigt einerseits die Kriterien eigener, erfolgreicher Kundenberater, andererseits das aktuelle Wissen über das Erfolgspotenzial im Vertrieb. Anhand des ermittelten Anforderungsprofils entstand so das «5-Faktoren-Modell des Erfolgs im Aussendienst». Wer sich für eine Tätigkeit in der Kundenberatung interessiert, erhält im Zuge der Rekrutierung Gelegenheit, über «AC online» eine ganze Reihe von Fragen zu situativen, biografischen sowie relevanten Aspekten aus Sicht der Persönlichkeit zu beantworten. Das Ergebnis gibt nützliche Hinweise über die Eignung der Person als Kundenberater. Das Instrument soll in angepasster Form auch zur Rekrutierung für andere Ländermärkte benützt werden.

Langfristig fortschrittliches Vorsorgekonzept
Um auch in Zukunft eine moderne und attraktive Personalvorsorge zu gewährleisten, beschloss der paritätisch zusammengesetzte Stiftungsrat, die Pensionskasse für das Alterssparen per
1. 1.2005 bei gleich bleibendem Leistungsziel vom Leistungsprimat auf das Beitragsprimat umzustellen. Die getroffene Lösung mit höheren Beiträgen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern berücksichtigt dabei die erwartete Entwicklung der Kapitalrenditen, die Aussichten auf eine längere Lebenszeit nach der Pensionierung sowie den Anstieg der Invalidität.

Neues Beteiligungskonzept mit Mitarbeitendenaktien
Die Helvetia Patria führt im laufenden Jahr ein Aktienbeteiligungsprogramm für Mitarbeitende in der Schweiz ein. Diese können einmal im Jahr Holdingaktien zu einem vergünstigten Kurs erwerben – ohne Verwässerung für die Aktionäre. Auf diese Weise soll das Engagement besonders anerkannt und eine direkte Beteiligung an der Entwicklung der Helvetia Patria möglich werden. Gleichzeitig verbindet ein solches Programm das leistungsorientierte Verhalten der Mitarbeitenden noch stärker mit dem Unternehmenserfolg und den Anliegen der Kapitalgeber.


  blättern